4. Das Arbeiten mit dem Browser

Lives Browser ist der Ort, an dem du mit deiner gesamten Library interagierst: die Core-Library mit allen im Programm enthaltenen Sounds, alle zusĂ€tzlichen Sounds, die du ĂŒber Live Packs installiert hast, Presets und von dir gespeicherte Samples, integrierte und Drittanbieter-Devices und alle Ordner deiner Festplatte mit Samples, Spuren, etc. Außerdem kannst du im Abschnitt Orte auf Dateien von Ableton Cloud und Push (im Standalone-Modus) zugreifen.

Der Browser enthÀlt mehrere Bereiche sowie Bedienfelder zum Suchen, Filtern, DurchblÀttern und Vorhören von Inhalten. Dazu gehören die Suchleiste, die Seitenleiste, die Filter, das Content-Fenster und weitere Tools.

Die Browser-Sektionen.
  1. Die Seitenleiste des Browsers enthÀlt die Abschnitte Sammlungen, Bibliothek und Orte mit ihren zugehörigen Labels.

  2. Mit den SchaltflĂ€chen ZurĂŒckblĂ€ttern und VorblĂ€ttern kannst du dich zwischen frĂŒheren Suchergebnissen oder Navigationsebenen des Browsers bewegen.

  3. Die Suchleiste hilft dir, Browserelemente und getaggte Inhalte zu finden.

  4. Zeige mit dem Schalter Filteransicht ein-/ausblenden die Filter des Browsers an oder verberge sie. Lege mit dem Filter-AnsichtsmenĂŒ fest, welche Filtergruppen in der Filteransicht sichtbar sind und schalte zwischen Tag-Editor, Quick-Tags und Auto-Tags um.

  5. Die Filteransicht enthÀlt eine Reihe von Filtergruppen mit zugehörigen Tags, mit denen du in deiner User-Library nach Elementen suchen kannst.

  6. Die Suchergebnis-Leiste wird beim Suchen bzw. Filtern angezeigt. Dazu gehört die SchaltflĂ€che Label hinzufĂŒgen, mit der du die Ergebnisse unter einem selbstgewĂ€hlten Etikett speichern kannst. Beim Filtern zeigt die Leiste an, wie viele Filter aktuell angewendet werden.

  7. Das Content-Fenster zeigt den Inhalt jedes ausgewÀhlten Labels an, bzw. die Such- und Filterergebnisse.

  8. Der Vorhör-Bereich zeigt die Wellenform von Samples und Clips an und spielt den Sound ab, wenn der Vorhör-Schalter aktiviert ist.

Wie die Breite zwischen linkem und rechtem Browser-Bereich aufgeteilt ist, lĂ€sst sich durch horizontales Verschieben der mittleren Trennlinie einstellen. Die GesamtgrĂ¶ĂŸe des Browsers lĂ€sst sich auch vergrĂ¶ĂŸern durch Ziehen des rechten Rands nach rechts bzw. des unteren Rands nach unten bis zum Boden des Live-Fensters. Beachte dabei, dass durch Ziehen am unteren Browser-Rand die Info-Ansicht sowie die Clip- oder Device-Ansicht (je nachdem, welche gerade geöffnet ist) geschlossen werden.

Mit dem Ansicht-MenĂŒbefehl Browser in voller Höhe lĂ€sst sich der Browser auch so einstellen, dass er die gesamte Höhe des Programmfensters einnimmt. WĂ€hlst du diese Option, erweitert sich der Browser bis zum unteren Rand des Live-Fensters, aber die Info-Ansicht sowie die Clip- bzw. Device-Ansicht (je nachdem, welche gerade aktiv ist) bleiben geöffnet.

Das Arbeiten im Browser erfordert die Auswahl eines der Labels aus den Bereichen Sammlungen, Kategorien oder Orte in der Seitenleiste und danach die Filterung bzw. Auswahl der Elemente, die daraufhin im Content-Fenster erscheinen. Verwende die Suchleiste, um nach bestimmten Elementen oder Tags zu suchen.

4.1 Content-Fenster

Das Content-Fenster.

Das Content-Fenster enthĂ€lt eine Liste der EintrĂ€ge des jeweiligen Labels oder die Such- bzw. Filterungsergebnisse. Die Spalte Name ist immer sichtbar, aber mit dem MenĂŒ Inhaltsoptionen kannst du weitere Spalten auswĂ€hlen.

Das MenĂŒ Inhaltsoptionen.

Hast du zusĂ€tzliche Spalten zur Anzeige ausgewĂ€hlt, kannst du diese durch Klicken auf ihren Namen und Ziehen zur gewĂŒnschten Position neu anordnen.

Sortiere die Elemente im Inhaltsbereich jeder Spalte auf- oder absteigend durch Klick auf den Namen der Spalte. Beachte dabei, dass ein Rechtsklick auf einen Spaltennamen auch das MenĂŒ Inhaltsoptionen öffnet.

Das MenĂŒ Inhaltsoptionen enthĂ€lt auch die Möglichkeit, die Dateierweiterungen der Browser-Elemente ein- oder auszublenden.

Gib Suchbegriffe in die Suchleiste ein, um Inhalte im Browser zu finden. Das Suchergebnis zeigt Dateien an, die alle Suchbegriffe enthalten, nicht nur irgendeinen davon. Suchst du beispielsweise nach “electric bass”, werden alle EintrĂ€ge angezeigt, die sowohl “electric” als auch “bass” im Dateinamen enthalten.

Um alle Speicherorte der Bibliothek zu durchsuchen, wĂ€hle das Label Alles aus oder drĂŒcke StrgF (Win) / CmdF (Mac), um automatisch zum Label Alles zu wechseln. Diese Tastenkombination setzt auch einen Cursor ins Suchfeld.

Die Suchleiste des Browsers.

Mit den Tags der verschiedenen Filtergruppen kannst du die Ergebnisse eingrenzen und die Suche verfeinern. Suchst du beispielsweise nach StreicherklĂ€ngen, kannst du „Strings“ ins Suchfeld eingeben und dann in der Filteransicht auf beliebige Tags klicken, wodurch nur Ergebnisse angezeigt werden, die diesen Tag-Beschreibungen entsprechen.

Du kannst mit Suchbegriffen nach Inhalten suchen und die Ergebnisse mit Tags eingrenzen.

Es ist auch möglich, direkt ĂŒber Tags nach getaggten Inhalten zu suchen, indem du # in die Suchleiste eingibst, gefolgt vom Tag-Namen, z.B. #Drums. Sobald du nach dem Hashtag mit der Eingabe beginnst, erscheinen automatisch vervollstĂ€ndigte VorschlĂ€ge fĂŒr Tags.

Du kannst getaggte Inhalte auch finden, indem du nach Tag-Namen suchst.

Klicke auf den Button x in der Suchleiste, um alle Suchbegriffe zu löschen. Beachte bitte, dass hierdurch die Suchfilter nicht zurĂŒckgesetzt werden. Um die Tag-Auswahl mitsamt aller Suchbegriffe zu löschen, verwende die SchaltflĂ€che Löschen in der Ergebnis-Anzeige.

Verwende die SchaltflÀche Löschen, um alle ausgewÀhlten Tags zu entfernen.

FĂŒr eine Suche ohne Benutzung der Maus empfehlen wir diese Abfolge von Tastaturaktionen:

  1. StrgF (Win) / CmdF (Mac), um einen Cursor in das Suchfeld zu setzen und den Browser-Fokus auf das Label Alles zu stellen;
  2. Gib deine Suchbegriffe oder Tag-Namen ein;
  3. [Pfeiltaste runter], um zu den Suchergebnissen zu springen;
  4. [Pfeiltaste hoch/runter], um durch die Suchergebnisse zu blÀttern;
  5. Esc zum Löschen des Suchfelds und um sÀmtliche Elemente unter dem Label Alles wieder anzuzeigen. Alle ausgewÀhlten Tags werden ebenfalls gelöscht.

4.2.1 Suchergebnisse als benutzerdefinierte Labels speichern

StĂ¶ĂŸt du auf eine Reihe von Suchergebnissen, die du magst und einfach wiederfinden möchtest, erstelle fĂŒr die Suchergebnisse ein benutzerdefiniertes Label. Klicke dazu auf die SchaltflĂ€che Add Label rechts neben der SchaltflĂ€che Löschen.

Verwende die SchaltflÀche Add Label, um Suchergebnisse zu speichern.

Nach dem Speichern kannst du auf das Label und seinen Inhalt wie auf jedes andere Label in der Library zugreifen.

Ein gespeichertes benutzerdefiniertes Label.

Du kannst mit benutzerdefinierten Labels auch bestimmte Elemente fĂŒr den einfachen Zugriff an einem Ort speichern (Ă€hnlich wie mit den Sammlungen-Labels). Versehe dazu Inhalte mit deinen eigenen Tags und speichere die Suchergebnisse dann in einem neuen Label.

Benötigst du ein bestehendes benutzerdefiniertes Label nicht mehr, lĂ€sst es sich schnell ĂŒber das KontextmenĂŒ (Rechtsklick) entfernen.

Über das Label-KontextmenĂŒ lassen sich werkseitige und benutzerdefinierte Labels umbenennen. Du kannst im KontextmenĂŒ auch andere Symbole fĂŒr jedes Label auswĂ€hlen und so deinen Browser weiter anpassen.

KontextmenĂŒ fĂŒr benutzerdefinierte Labels.

4.3 Browserverlauf

Mit den Pfeiltasten links neben der Suchleiste kannst du im Browserverlauf vorwĂ€rts oder rĂŒckwĂ€rts gehen.

Verwende die Pfeiltasten, um auf den Browserverlauf zuzugreifen.

Du kannst auch folgende TastaturkĂŒrzel verwenden:

  • Im Browserverlauf vorwĂ€rts: Strg] (Win) / Cmd] (Mac)
  • Im Browserverlauf zurĂŒck: Strg[ (Win) / Cmd[ (Mac)

Die Historie umfasst frĂŒhere SuchvorgĂ€nge sowie frĂŒhere NavigationszustĂ€nde.

4.4 Filter und Tags

Der Browser enthÀlt eine Reihe von Filtern, mit denen du getaggte Inhalte suchen und finden kannst.

Die Browser-Filteransicht.

Der Bereich Filteransicht besteht aus Filtergruppen und den zugehörigen Tags. Mit dem Schalter Filteransicht ein-/ausblenden kannst du diese Ansicht verbergen oder ĂŒber das Filter-AnsichtsmenĂŒ neben dem Schalter bestimmen, welche Filtergruppen sichtbar sind.

4.4.1 Filtergruppen

Jede Filtergruppe enthÀlt eine Reihe von anklickbaren Tags, mit denen du die im Inhaltsbereich angezeigten Ergebnisse eingrenzen kannst. Um mehrere Tags in einer Gruppe auszuwÀhlen, verwende beim Klicken auf die Tags die Modifikatortaste Strg (Win) / Cmd (Mac).

Die Filtergruppe Sounds mit dazugehörigen Tags.

Jedes Label hat seinen eigenen Satz verfĂŒgbarer Filtergruppen und der AktivitĂ€ts-Status der Filter wird beim Bewegen zwischen Labels gespeichert und abgerufen. Du kannst also genau festlegen, welche Gruppen fĂŒr jedes Etikett angezeigt werden, ganz nach Bedarf.

Um weitere oder alle Filtergruppen mit ihren Tags anzuzeigen, verwende das MenĂŒ Filteransicht.

Du kannst fĂŒr jedes Label auswĂ€hlen, welche Filter angezeigt werden.

Du kannst auch in beliebigen Browser-Labels mit der rechten Maustaste auf die Namen einzelner Filtergruppen klicken, um sie fĂŒr dieses Label auszublenden. Setze das Label mit der Option Filtergruppen auf Standard zurĂŒcksetzen aus dem Filter-AnsichtsmenĂŒ auf den Standardsatz sichtbarer Filtergruppen zurĂŒck.

Die Ergebnisleiste zeigt an, wie viele Filter zur Zeit angewendet werden. Um die Filteransicht zurĂŒckzusetzen und alle ausgewĂ€hlten Tags und Suchbegriffe zu entfernen, klicke in der Ergebnisanzeige auf die SchaltflĂ€che Löschen.

Speichere die gefilterten Ergebnisse in einem benutzerdefinierten Label per Klick auf die SchaltflĂ€che Label hinzufĂŒgen rechts neben dem Button Löschen.

4.4.2 Tags

Tags sind auch nĂŒtzlich, um Browser-Inhalte zu organisiseren, insbesondere wenn du deine eigenen Tags und Tag-Gruppen erstellst. Tags sind auch ein guter Weg, Inhalte zu entdecken, die du noch nicht kennst - wĂ€hle einfach ein Tag in der Filteransicht aus und erkunde die mit dem Tag verknĂŒpften Elemente.

Alle in Live enthaltenen Inhalte (also Inhalte aus der Core Library und den Live Packs, die mit jeder Live-Edition mitgeliefert werden) sind mit einer Reihe aussagekrĂ€ftiger Tags versehen. Die Inhalte von im Ableton-Webshop erhĂ€ltlichen Drittanbieter-Packs sind mit den Filtergruppen-Tags “Sounds” versehen.

Die Standard-Tags der werkseitigen Browser-EintrĂ€ge lassen sich nicht entfernen; du kannst ihnen aber andere Tags zuweisen und mithilfe des Tag-Editors sogar benutzerdefinierte Tags hinzufĂŒgen.

Live fĂŒhrt regelmĂ€ĂŸig eine Klanganalyse durch und weist im Zuge dieses Prozesses User-Samples mit einer LĂ€nge von bis zu 60 Sekunden Tags zu. Das zugewiesene Tag ist dasjenige, das gemĂ€ĂŸ Klanganalyse am besten zum Klang des Samples passt.

Automatische Tags können ĂŒber die Option Auto-Tags aktivieren im Filter-AnsichtsmenĂŒ ein- und ausgeschaltet werden und im Tag-Editor entfernt oder durch User-Tags ersetzt werden.

Live weist auch VST3-Plugins Tags auf Basis von VST3-Metadaten zu, sofern die Plug-Ins eine VST-Subkategorie verwenden, die einer von Lives Kategorien entspricht.

4.4.3 Tag-Editor

Mit dem Tag-Editor kannst du Tags fĂŒr beliebige BrowsereintrĂ€ge erstellen und zuweisen. Du kannst auch deine eigenen Tag-Gruppen erstellen, um deine Tag-Bibliothek weiter zu organisieren.

Öffne den Tag-Editor mit der entsprechenden Option im MenĂŒ Filteransicht.

Öffne den Tag-Editor ĂŒber das Filteransichts-MenĂŒ.

Nach dem Öffnen siehst du, welche Tags dem ausgewĂ€hlten Browsereintrag derzeit im Satz der Standard-Filtergruppen zugewiesen sind.

Der Tag-Editor.

Du kannst Gruppen per Klick auf die Pfeile neben dem Namen einer Gruppe ein- und ausklappen. Wird eine Gruppe mit zugeordnetem Tag eingeklapt, wird der Pfeil durch einen fetteren Hintergrund hervorgehoben.

Eine eingeklappte Gruppe mit zugewiesenen Tags.

Um ein Tag zuzuweisen oder zu entfernen, aktiviere oder deaktiviere das KontrollkĂ€stchen neben dem entsprechenden Tag. Du kannst einer Datei mehrere Tags zuweisen, indem du mehrere KontrollkĂ€stchen aktivierst. Um mehrere Dateien gleichzeitig zu taggen, halte Shift gedrĂŒckt und wĂ€hle mehrere Dateien aus, bevor du die gewĂŒnschten Tags anwendest.

Über die Option HinzufĂŒgen
 am Ende jeder Filtergruppe kannst du jeder Filtergruppe benutzerdefinierte Tags hinzufĂŒgen.

Nutze die Option Neues Tag
 zum Erstellen benutzerdefinierter Tags.

Du kannst auch deine eigenen Tag-Gruppen erstellen, indem du die Option Gruppe hinzufĂŒgen
 unten im Tag-Editor nutzt.

Nutze die Option Gruppe hinzufĂŒgen
 zum Erstellen benutzerdefinierter Tag-Gruppen.

Sobald eine neue Gruppe erstellt ist, kannst du ihr benutzerdefinierte Tags hinzufĂŒgen. Sobald du einem Browser-Element ein Tag aus der Gruppe zugewiesen hast, erscheint die Gruppe sowohl in der Filteransicht als auch im Filteransicht-MenĂŒ. Auf diese Weise lassen sich Browserelemente gut fĂŒr bestimmte Zwecke organisieren. Du kannst z.B. all deine Feldaufnahmen oder Vokal-Samples als eigene Gruppen markieren und so spĂ€ter einfach darauf zugreifen.

Benutzerdefinierte Tags und Filtergruppen lassen sich ĂŒber ihre KontextmenĂŒs umbenennen oder löschen. Beachte bitte, dass es nicht möglich ist, die Standard-Filtergruppen oder die zugehörigen Tags zu bearbeiten oder zu entfernen.

Schließe den Tag-Editor mit der SchaltflĂ€che X in der oberen rechten Ecke des Editors oder wĂ€hle die entsprechende Option im MenĂŒ Filteransicht.

4.4.4 Quick-Tags

Im Abschnitt Quick-Tags kannst du die einem ausgewÀhlten Browsereintrag zugewiesenen Tags schnell anzeigen oder ihm andere Tags zuweisen.

Der Bereich Quick-Tags.

Der Bereich Quick-Tags zeigt alle dem ausgewĂ€hlten Element zugewiesen Tags an. Du kannst weitere Tags zuweisen, indem du auf HinzufĂŒgen
 klickst und dann den Namen eines Tags eingibst. Sobald du mit der Eingabe beginnst, werden automatisch VorschlĂ€ge fĂŒr Tags angezeigt. Hast du ein Tag zugewiesen, wird es im Bereich Quick-Tags in alphabetischer Reihenfolge neben den werkseitigen Tags angezeigt.

Möchtest du ein von dir zugewiesenes Tag von einem Eintrag entfernen, klicke auf das X neben dem Tag-Namen. Beachte dabei, das sich zugewiesene Standard-Tags nicht von den EintrÀgen entfernen lassen.

Du kannst Tags mehreren EintrÀgen genauso zuweisen oder von ihnen entfernen wie bei einem einzelnen Element. Sind mehrere Elemente ausgewÀhlt, zeigt der Quick-Tags-Bereich alle Tags an, die den EintrÀgen in der Auswahl zugewiesen sind. Diejenigen Tags, die dabei nicht von allen Elementen gemeinsam genutzt werden, sind mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Mit einem Sternchen markierte Tags.

WĂ€hlst du im Bereich Quick-Tags einen Tag-Namen aus, zeigt die Statusleiste die Filtergruppe an, in der sich das Tag befindet.

Der Bereich Quick-Tags ist standardmĂ€ĂŸig sichtbar, aber lĂ€sst sich ĂŒber den Eintrag Quick-Tags öffnen im Filter-AnsichtsmenĂŒ ausblenden.

Der Eintrag Quick-Tags öffnen im Filter-AnsichtsmenĂŒ

4.5 Sammlungen

Die Labels unter Sammlungen haben jeweils ihre eigene zuweisbare Farbe, womit du verschiedene BrowsereintrÀge (inkl. Ordner) an einem Ort zusammenfassen kannst. Diese Labels ermöglichen, bestimmte BrowsereintrÀge zu organisieren (zum Beispiel bevorzugte oder hÀufig verwendete Sounds).

Labels lassen sich unter Sammlungen ĂŒber das KontextmenĂŒ eines ausgewĂ€hlten Objekts oder ĂŒber die KĂŒrzel 1 bis 7 zuweisen. Mit 0 hebst du alle Farbzuweisungen wieder auf.

Beachte bitte, dass sich die Sammlungen-Farblabels auch einer Mehrfachauswahl von Elementen im Browser zuweisen lassen. Es ist außerdem möglich, ein Farblabel verschiedenen Objekt-Typen zuzuweisen. So kannst du zum Beispiel die gleiche Farbe fĂŒr einen Drum-Sound, einen MIDI-Effekt und ein Plug-in verwenden.

Das Klicken auf ein Sammlungen-Farbabel in der Seitenleiste zeigt alle Elemente und Dateien an, denen die Farbe zugewiesen wurde. Ordner, die unter den Sammlungen-Labels erscheinen, können wie gewohnt ausgeklappt werden, um ihre Inhalte anzuzeigen.

Im Content-Fenster werden die entsprechenden Farbzuweisungen zu jedem Element mit kleinen Rechtecksymbolen in der jeweiligen Farbe angezeigt. Beachte bitte, dass sich einem Element zwar mehrere Farben zuweisen lassen, jedoch höchstens drei der zugewiesenen Farben im Content-Fenster angezeigt werden.

Browser-Elemente mit ihren zugewiesenen Farben im Content-Fenster.

Jedes Label unter Sammlungen lĂ€sst sich ĂŒber sein KontextmenĂŒ oder mit StrgR (Win) / CmdR (Mac) umbenennen.

Welche Labels im Browser sichtbar sind, lĂ€sst sich bestimmen per Klick auf die SchaltflĂ€che Bearbeiten rechts in der Sammlungen-Titelzeile (erscheint beim Überfahren mit der Maus) und einem HĂ€kchen bei der jeweiligen Option Label zeigen/verbergen.

Die SchaltflÀche zum Bearbeiten von Sammlungen im Browser.
Bearbeiten der Anzeige sichtbarer und verborgener Sammlungen im Browser

Um den Bearbeiten-Modus wieder zu verlassen, klicke auf die SchaltflĂ€che “Fertig”.

Beachte bitte, dass wenn eine verborgene, noch nicht zugewiesene Farbe einem Element im Browser zugewiesen wird, das Sammlungen-Label mit dieser Farbe automatisch in der Seitenleiste sichtbar wird. Die angezeigten Farblabels werden jedoch nicht automatisch verborgen, wenn alle Zuweisungen entfernt werden.

4.6 Kategorien

Die Bibliothek-Sektion besteht aus verschiedenen Labels, die verschiedene nach Typ sortierte Browser-Elemente enthalten. Verwende die Suchleiste und Filter, um alle verfĂŒgbaren Instrumente und Sounds in der Library zu finden und zu erkunden. Der Kategorien-Bereich ist folgendermaßen organisiert:

  • Alles — alle Elemente aus allen Browser-Labels in einer einzigen Liste mit Devices zuoberst und Dateitypen darunter.
  • Sounds — all deine Instrument-Racks und Instrumenten-Presets sowie alle Instrumenten-Presets, die mit einem Tag aus der Filtergruppe Sounds versehen sind.
  • Drums — deine gesamten Drum-Presets. Dazu gehören standardmĂ€ĂŸige Drum-Devices, Drum-Presets (komplette Drum-Racks und einzelne Drum-Hits) und Drum-Samples (Loops und One-Shot). DarĂŒber hinaus alles, was mit Drums getaggt ist.
  • Instrumente - standardmĂ€ĂŸige Live-Instrumente und ihre Presets sowie all deine Instrument-Racks. Diese sind nach Device und nicht nach Sound-Typ geordnet.
  • Audioeffekte – Lives standardmĂ€ĂŸige Audioeffekt-Devices und deren Presets sowie all deine Audioeffekt-Racks, geordnet nach Device.
  • MIDI-Effekte – Lives standardmĂ€ĂŸige MIDI-Effekt-Devices und deren Presets sowie all deine MIDI-Effekt-Racks, geordnet nach Device.
  • Modulatoren — standardmĂ€ĂŸige Modulator-Devices von Live sowie alle GerĂ€te, die in der Filtergruppe Devices mit dem Tag Modulator gekennzeichnet sind.
  • Max for Live — alle deine Devices und Presets von Max for Live sowie alle Racks, die mit diesen Devices erstellt wurden.
  • Plugins – deine VST- und/oder Audio-Units-Plugins von Drittanbietern.
  • Clips — deine gesamten Live-Clips.
  • Samples — alle deine rohen Sample-Dateien.
  • Grooves — alle vorhandenen Grooves.
  • Templates – alle deine Template-Live-Sets.
  • Tuning-Systeme – alle Stimmungssysteme der Core Library und benutzerdefinierte .ascl- oder .scl-Dateien.

StandardmĂ€ĂŸig sind alle Bibliothek-Labels im Browser sichtbar. Du kannst die angezeigten Labels per Klick auf die SchaltflĂ€che Bearbeiten anpassen. Diese erscheint, wenn der Mauszeiger ĂŒber die Kategorien-Titelzeile fĂ€hrt, woraufhin du Labels an- oder abwĂ€hlen kannst.

Die SchaltflÀche zum Bearbeiten von Kategorien im Browser.
Bearbeiten der Anzeige sichtbarer und verborgener Labels im Browser.

Ist alles eingestellt, klicke auf die SchaltflÀche Fertig, um den Bearbeitungsmodus zu verlassen.

4.7 Orte

Die Labels unter Orte enthalten deine Live Packs, die User Library, den Ordner Aktuelles Projekt und alle externen Ordner, die du dem Browser hinzugefĂŒgt hast. Außerdem kannst du unter Orte die Splice-, Cloud- und Push-Labels ĂŒber die entsprechenden Optionen in den Einstellungen unter Library aktivieren und somit in Live auf die Splice-Sample-Library sowie auf Dateien aus Ableton Cloud oder deinem Standalone-Push zugreifen.

Welche Inhalte in der Orte-Sektion tatsĂ€chlich angezeigt werden, hĂ€ngt etwas davon ab, wie du deine Library konfiguriert hast. Im Folgenden sind aber alle verfĂŒgbaren Labels aufgelistet:

  • Packs — enthĂ€lt Lives Core-Library, alle Packs, die du selbst installiert hast, sowie verfĂŒgbare Pack-Updates und Downloads.
  • Splice — zeigt den Splice-Samplekatalog an, aus dem du Samples in Live ziehen kannst.
  • Cloud — zeigt synchronisierte Sets von Note und Move an, sofern Ableton Cloud in Live aktiviert ist.
  • Push — zeigt alle Dateien von Push 3 an, sofern dieser im Standalone-Modus verbunden ist.
  • User Library — enthĂ€lt Dateien, die du selbst abgespeichert hast, etwa Standard-Presets, Grooves, benutzerdefinierte Rack- und Device-Presets, Samples, Live-Clips usw.
  • Aktuelles Projekt – zeigt alle Dateien an, die zum derzeit geöffneten Projekt gehören.
  • Beliebige Ordner — zeigt alle Ordner auf allen Festplatten, die du in Lives Browser hinzugefĂŒgt hast.
  • Ordner hinzufĂŒgen
 — öffnet ein Fenster, in dem du einen Ordner von einer Festplatte auswĂ€hlen und zu Orte hinzufĂŒgen kannst.

4.7.1 Das Downloaden und Installieren von Packs im Browser

Das Browser-Label Packs zeigt alle Packs an, die mit Live vorinstalliert sind, alle Packs, die du selbst installiert hast, sowie verfĂŒgbare Pack-Updates und Downloads.

Installierte Packs erscheinen im Content-Fenster als Ordner, der ausgeklappt werden kann, um die zum Pack gehörenden Dateien anzuzeigen. Durch Packs installierte Presets, Samples und Live-Clips erscheinen auch unter den entsprechenden Kategorien-Labels.

Installierte Packs im Browser.

Um nachzusehen, ob es fĂŒr deine installierten Packs Updates gibt, navigiere zum Packs-Label und erweitere den Updates-Bereich.

VerfĂŒgbare Updates fĂŒr installierte Packs im Browser.

Dort siehst du auch alle Packs, die du zwar erworben, aber noch nicht installiert hast. Diese nicht installierten Packs erscheinen im Bereich VerfĂŒgbare Packs.

Herunterladbare Packs im Browser.

Du kannst alle verfĂŒgbaren Packs oder Updates herunterladen, indem du auf das Download-Symbol rechts neben dem Pack-Namen klickst.

DrĂŒcke das Download-Symbol, um ein Pack herunterzuladen.

WĂ€hrend ein Pack heruntergeladen wird, verwandelt sich das Download-Symbol in ein Pause-Symbol, das auch den Fortschritt des Pack-Downloads anzeigt.

Der Download-Fortschritt wird in Gelb angezeigt.

Bei Bedarf kannst du Pack-Downloads pausieren und spĂ€ter wieder fortsetzen. Um einen Download anzuhalten, klicke auf das Pause-Icon. Wird ein Download pausiert, Ă€ndert sich das Pause-Icon zurĂŒck zum Download-Icon. Um einen angehaltenen Download fortzusetzen, drĂŒcke erneut auf das Download-Symbol.

Beachte bitte, dass du bei jedem Pack auch mit den entsprechenden KontextmenĂŒ-Befehlen Packs downloaden, Downloads anhalten, fortsetzen und abbrechen oder ein Pack installieren kannst.

KontextmenĂŒ-Optionen eines Packs.

Du kannst mehrere Packs auf einmal herunterladen, indem du sie unter VerfĂŒgbare Packs auswĂ€hlst und dann auf eines der Download-Symbole klickst. Auch das Herunterladen mehrerer ausgewĂ€hlter Packs lĂ€sst sich anhalten und fortsetzen, indem du eines der Pausensymbole verwendest.

Sobald der Download abgeschlossen ist, lÀsst sich ein Pack mit Klick auf die Install-Taste installieren.

DrĂŒcke auf die SchaltflĂ€che Installieren, um ein Pack zu installieren.

Nach Klick auf die Install-Taste zeigt Live in einem Dialogfenster den Status des Vorgangs mit einem Fortschrittsbalken an.

Es kann hilfreich sein, vor dem Herunterladen und Installieren eines Packs dessen GrĂ¶ĂŸe zu kennen. Vielleicht hast du nur begrenzten Speicherplatz auf der Festplatte. Du kannst den Browser so konfigurieren, dass fĂŒr alle Packs die GrĂ¶ĂŸe anzeigt wird, die unter Updates und VerfĂŒgbare Packs erscheinen. Öffne dafĂŒr das KontextmenĂŒ mit Rechtsklick auf die Titelzeile im Content-Fenster des Browsers und wĂ€hle die Option GrĂ¶ĂŸe.

Pack-GrĂ¶ĂŸe im Browser anzeigen/verbergen.

Ein installiertes Pack lĂ€sst sich ĂŒber sein KontextmenĂŒ löschen oder du wĂ€hlst es im Browser aus und drĂŒckst die Taste Entf. Beachte bitte, dass gelöschte Packs wieder unter VerfĂŒgbare Packs angezeigt werden.

StandardmĂ€ĂŸig werden Updates und herunterladbare Packs unter dem Label Packs angezeigt. Es ist jedoch möglich, die Sektionen Updates und VerfĂŒgbare Packs auszublenden. Klicke dazu auf den Schalter Ladbare Packs zeigen in den Einstellungen unter Library.

Herunterladbare Packs im Browser anzeigen oder ausblenden.

4.7.2 Splice

Splice ist eine lizenzfreie Sample-Library, in der du neue Samples erkunden kannst, um deiner musikalischen KreativitĂ€t frische Nahrung zu geben. Dank der Integration von Splice in Live kannst du auf die Sample-Bibliothek ĂŒber das Splice-Label im Browser zugreifen.

Das Splice-Label.

Klickst du auf das Splice-Label, gelangst du zur Startseite. Diese enthĂ€lt die Navigationsleiste, die Suchleiste, den Bereich Search with Sound und vier SchaltflĂ€chen mit Sample-Kategorien zum Durchstöbern der Splice-Library. Nutze die Pfeile in der Navigationsleiste, um dich durch alle Aktionen, die du innerhalb des Splice-Labels durchgefĂŒhrt hast, vor und zurĂŒck zu bewegen.

Im oberen Bereich des Label-Content-Fensters befinden sich auch die Optionen zum Anmelden oder zum Erstellen eines kostenlosen Splice-Kontos.

Das Splice-Label wird standardmĂ€ĂŸig in der Seitenleiste angezeigt, du kannst sie jedoch auch ausblenden, entweder per Rechtsklick auf das Label und Auswahl von “Aus der Seitenleiste entfernen” oder indem du in Lives Einstellungen unter Library die Option „Splice anzeigen“ auf Aus setzt.

Die Option Splice anzeigen in Lives Einstellungen.

Beachte dabei, dass du eine aktive Internetverbindung brauchst, um die Inhalte des Splice-Labels anzuzeigen.

4.7.2.1 In Splice einloggen

Du kannst zwar sofort nach Auswahl des Labels Samples durchsuchen und vorhören, aber um Samples in ein Set zu ziehen und sie in deiner Splice-Bibliothek zu speichern oder um Search with Sound zu nutzen, musst du dich mit deinem Splice-Konto anmelden. Klicke zum Einloggen oben im Content-Fenster auf Login, oder stattdessen auf die SchaltflĂ€che Try free, falls du noch kein Splice-Konto hast. Beide Optionen öffnen automatisch den Standard-Webbrowser deines Betriebssystems und leiten dich zur Splice-Website weiter, wo ein BestĂ€tigungscode fĂŒr das GerĂ€t angezeigt wird. Derselbe GerĂ€te-BestĂ€tigungscode sollte gleichzeitig in Lives Splice-Label angezeigt werden. Wenn die beiden Codes ĂŒbereinstimmen, klicke im Webbrowser auf Confirm.

Der GerÀte-BestÀtigungscode wird im Splice-Label angezeigt.

Sobald du das GerÀt bestÀtigt hast, lÀdt dein Webbrowser eine Anmeldeseite, auf der du deine bestehenden Splice-Kontodaten eingeben oder ein neues Konto anmelden kannst.

Anmeldeseite von Splice.

Wenn du mit deinem Splice-Konto angemeldet bist, sieht die Startseite des Labels etwas anders aus: Das Library-Symbol in der Navigationsleiste ist nicht mehr ausgegraut und du gelangst damit zu deiner Bibliothek von Splice-Sounds. Die Buttons fĂŒr die Sample-Kategorien sind durch verschiedene Browser-SchaltflĂ€chen ersetzt worden und an den oberen Rand der Seite gewandert, der Bereich Search with Sound dagegen an den unteren Rand.

Die Splice-Label-OberflÀche nach der Anmeldung.

4.7.2.2 Nach Splice-Samples suchen

Du kannst direkt ĂŒber die Suchleiste nach Samples suchen. Sobald du hinein geklickt hast, werden beliebte Suchkategorien angezeigt und du kannst einen dieser VorschlĂ€ge auswĂ€hlen oder selbst einen Suchbegriff eingeben. Weitere VorschlĂ€ge werden angezeigt, sobald du mit der Eingabe beginnst.

Angezeigte VorschlÀge nach Eingabe eines Suchbegriffs.

Klicke auf einen der VorschlĂ€ge oder drĂŒcke Enster, um die Ergebnisse anzuzeigen. WĂ€hle anschließend oben die Option „Samples“ oder „Packs“ aus, um eine Liste der individuellen Samples oder der Sample-Packs mit dem Suchbegriff anzuzeigen.

Eine Liste einzelner Samples aus den Suchergebnissen.

Verfeinere die Suchergebnisse mithilfe der Filter und Tags oberhalb der Ergebnisse. Du kannst nach Instrumentengattung, Musikgenre, Tonart, Tempo und Sample-Typ (One-Shot oder Loop) filtern. Die unter den Filtern aufgelisteten Tags Àndern sich je nach Suchbegriff und Sample-Kategorie; klicke auf die SchaltflÀche mit den drei Punkten rechts neben der Liste, um die Tag-Liste zu erweitern.

Die Ergebnisse lassen sich nach Beliebtheit, Relevanz oder AktualitĂ€t sortieren. Alternativ kannst du die Liste mit der “Random”-Option im Dropdown-MenĂŒ oder mit dem Shuffle-Button zufĂ€llig anordnen.

Beachte dabei, dass bei einem kostenlosen Splice-Konto (oder wenn du nicht angemeldet bist) sich die Ergebnisse auf die in diesem Konto enthaltenen Samples beschrĂ€nken; dies wird durch das Filter Included oben in den Suchergebnissen und das Tag „included“ bei den einzelnen Samples angezeigt. Das kostenlose Splice-Konto bietet eine Bibliothek von rund 2.500 Samples.

Suchergebnisse fĂŒr ein kostenloses Konto werden angezeigt.

Außer mit der Suchleiste kannst du auch mit den Navigations-SchaltflĂ€chen auf der Startseite nach Samples suchen. Es gibt drei Buttons: Instruments, Genres und Cinematic FX. Jeder Button öffnet eine Ansicht mit unterschiedlichen Sample-Kategorien und jede Kategorie enthĂ€lt eigene Unterkategorien, mit denen du deine Suche eingrenzen kannst. In den Bereichen Instruments und Cinematic FX lassen sich auch alle Samples einer bestimmten Kategorie anzeigen, ohne eine Unterkategorie auszuwĂ€hlen.

Sample- und Unterkategorien.

Du kannst auch mit der Splice-Funktion Search with Sound Samples finden, die zu deinen vorhandenen Clips passen. Ziehe dazu einfach einen Clip aus deinem Set in den Bereich Search with Sound auf der Startseite oder wĂ€hle einen Zeitabschnitt aus und klicke in die FlĂ€che Search with Sound, um die Auswahl zu erfassen. Die Audiodatei wird verarbeitet und Splice gibt eine Liste mit 50 kompatiblen Samples aus. Auf der Ergebnisseite kannst du außerdem den Referenz-Sound erneut abspielen, einen anderen Clip hineinziehen oder eine neue Auswahl erfassen sowie den aktuellen Referenz-Sound löschen.

Ergebnisse von Search with Sound.

4.7.2.3 Arbeiten mit Splice-Samples

Wenn du einen Suchbegriff eingibst, eine Sample-Kategorie auswÀhlst oder Search with Sound verwendest, wird im Content-Fenster eine Liste entsprechender Samples angezeigt.

Die Suchleiste aktualisiert sich je nach angezeigter Sample-Kategorie. Das heißt, dass nur die Samples der ausgewĂ€hlten Kategorie durchsucht werden, wenn du einen Suchbegriff in die Leiste eingibst.

Die Suchleiste aktualisiert sich, wenn eine Sample-Kategorie angezeigt wird.

Alle Sample-EintrĂ€ge in der Liste enthalten ein Bild des zugehörigen Pakets (Anklicken zeigt das gesamte Paket an), ein Symbol, das angibt, ob es sich um ein One-Shot-Sample oder um einen Loop handelt, den Sample-Namen, die dem Sample zugewiesenen Tags sowie ein KontextmenĂŒ, mit dem du das Sample den Likes und Collections deiner Library hinzufĂŒgen oder das Sample-Paket anzeigen kannst.

FĂ€hrst du mit der Maus ĂŒber ein Sample, verwandelt sich das Symbol fĂŒr den Sample-Typ in einen Play-Button; klicke zum Vorhören auf diese Taste. Ein Klick auf den Sample-Namen startet automatisch das Vorhören.

StandardmĂ€ĂŸig werden Samples im Loop vorgehört, egal ob es sich um One-Shots oder Loops handelt. Du kannst dieses Verhalten und andere Vorhör-Einstellungen mit den Optionen am unteren Rand des Content-Fensters Ă€ndern. Beispielsweise werden Loops standardmĂ€ĂŸig an dein Set-Tempo angepasst, aber du kannst auf die Option 1x BPM klicken und den Schalter Timestretch deaktivieren und so den Loop im Originaltempo abspielen. Klicke bei One-Shot-Samples auf die Option 1 BAR, um den Vorhör-Loop zu deaktivieren.

Zu den Optionen der Preview-Einstellungen gehört auch die Transposition von Samples in eine ausgewÀhlte Tonart sowie die Möglichkeit, den Skala-Einstellungen von Live zu folgen. Du kannst auch die Vorhör-LautstÀrke anpassen.

Wenn du mit der Maus ĂŒber ein Sample fĂ€hrst oder es auswĂ€hlst, erscheint neben dem Namen des Samples ein Herzsymbol, womit du das Sample per Klick darauf schnell zu den Likes in deiner Bibliothek hinzufĂŒgen kannst.

Erweitere das Content-Fenster fĂŒr noch mehr Informationen auf einen Blick zu den Samples, wodurch die folgenden Spalten angezeigt werden: Time, Key und BPM.

ZusÀtzliche Spalten werden bei erweitertem Content-Fenster sichtbar.

Hast du ein Sample gefunden, das dir gefÀllt, ziehe es auf eine Audio- oder MIDI-Spur in deinem Set. Wenn du in der Session-Ansicht arbeitest, kannst du Samples auch durch Doppelklick oder Enter laden. Samples lassen sich auch direkt in Devices wie Sampler, Simpler, Drum Rack oder Impulse ziehen.

Beachte dabei, dass bei Clips mit Splice-Samples der Warp-Modus automatisch auf Complex gesetzt wird, egal welcher Standardmodus in den Einstellungen unter Record, Warp & Launch festgelegt ist. Dadurch klingt das Sample genauso wie beim Vorhören auf der Splice-Website.

Wenn du Samples in dein Set lÀdst, werden sie automatisch lizenziert und in deiner Splice-Library gespeichert.

StandardmĂ€ĂŸig werden von Splice heruntergeladene Samples in der User-Library gespeichert, und zwar im Unterordner Splice des Samples-Ordners. Du kannst jedoch in den Einstellungen unter Library einen eigenen Speicherort fĂŒr Splice-Samples auswĂ€hlen. Folgende Optionen stehen zur VerfĂŒgung:

  • User Library – speichert die Samples unter User Library/Samples/Splice.
  • Aktuelles Projekt — speichert die Samples unter Aktuelles Projekt/Samples/Splice.
  • Benutzerdefinierter Ordner – speichert die Samples an einem Ort deiner Wahl.
Bestimme den Download-Ordner fĂŒr Splice-Samples.

4.7.2.4 Splice-Library

Die Library enthÀlt Likes und Collections sowie alle Samples, die du bis jetzt in deine Sets geladen hast, also die gespeicherten Samples in dem Ordner, den du in den Einstellungen unter Library angegebenen hast.

Seite der Splice-Library.

Eigene Sample-Sammlungen kannst du auf der Seite Collections oder ĂŒber das MenĂŒ im Sample-Eintrag erstellen. Per Klick auf eine bestehende Collection kannst du die darin enthaltenen Samples anzeigen, den Namen oder die Beschreibung der Sammlung bearbeiten, sie privat machen, einen Link zu ihr teilen oder sie löschen.

4.7.2.5 Splice-Settings

Auf der Settings-Seite befinden sich Optionen zur Verwaltung deines Splice-Abonnements, zur Änderung der Anzeige-Einstellungen und zum Herunterladen von Nutzungsprotokollen. Die Seite enthĂ€lt außerdem Informationen zur Erstellung zertifizierter Lizenzen fĂŒr die von dir verwendeten Samples, einen Link zur Knowledge-Base von Splice und die Möglichkeit, Feedback an Splice zu senden.

Bist du nicht angemeldet, wird auf der Seite auch ein Login-Button angezeigt.

Splice-Einstellungen.

4.7.3 Ableton Cloud verwenden

Ableton Cloud ist ein Dienst, mit dem du bis zu acht Sets von Move und Note speichern und auf die du in allen Ableton-Produkten zugreifen kannst. Ist Cloud in Live aktiviert, werden synchronisierte Sets im Browser-Bereich Orte angezeigt.

Um die Cloud-Funktion in Live zu aktivieren, wĂ€hle das Cloud-Label in der Browser-Seitenleiste aus. Daraufhin wirst du aufgefordert, dich bei ableton.mom anzumelden und den Dienst zu autorisieren. Mit Klick auf “Einloggen” startet der Internetbrowser und fordert dich zum Einloggen mit deinem Account bei ableton.mom auf.

Melde dich an, um Ableton Cloud in Live zu aktivieren.

Sobald Ableton Cloud fĂŒr deinen Account aktiviert ist, erscheinen alle Sets in Lives Browser, die mit der Cloud synchronisiert sind.

Synchronisierte Live-Sets im Browser.

Beachte bitte, dass alle werkseitigen und importierten Samples von synchronisierten Sets in der User-Library gespeichert werden, die beim Öffnen dieser Sets in Live eingestellt und zugĂ€nglich sein muss. Stellst du nach dem Übertragen eines Sets fest, dass Samples fehlen, dann ĂŒberprĂŒfe bitte, ob deine User-Library ausgelagert wurde, etwa auf eine externe Festplatte. Um die Samples wiederzufinden, muss jeder Speicherort zugĂ€nglich sein, an dem sich die User-Library befinden kann.

Da Sets zwar von Move oder Note nach Live synchronisiert werden können, aber nicht umgekehrt, solltest du beim Speichern synchronisierter Sets, die du in Live weiterentwickelt hast, den Befehl Alles sammeln und sichern aus dem Datei-MenĂŒ verwenden. Dadurch werden alle im Set verwendeten Samples in einem einzigen Projektordner zusammengefasst, der sich dann an einem bestimmten Ort auf deinem Computer speichern lĂ€sst.

Beachte bitte, dass das Cloud-Label standardmĂ€ĂŸig in der Browser-Seitenleiste angezeigt wird. Das Label lĂ€sst sich aber auch ausblenden, indem du die Option “Cloud anzeigen” in Lives Einstellungen unter Library auf Aus stellst.

Die Option Cloud anzeigen in Lives Einstellungen.

4.7.4 Dateien von Push 3 im Standalone-Modus ĂŒbertragen

Du kannst deine Songs fortlaufend auf Push und Live weiterentwickeln, denn jedes Sets, das du im Standalone-Modus auf Push entwickelst, kannst du auf dem Rechner öffnen oder auf ihn ĂŒbertragen. Ebenso kannst du Sets zurĂŒck auf Push ĂŒbertragen und deine Arbeit außerhalb des Studios fortsetzen; vorausgesetzt du verwendest native Devices, hast alle Spuren mit Plugins eingefroren und alle Samples im Projektordner abgelegt.

Bevor du auf Dateien von Push zugreifst, stelle zunĂ€chst sicher, dass sich Push im Standalone-Modus befindet und mit demselben Netzwerk wie der Computer verbunden ist. Klicke dann unter Orte auf das Etikett Push. Dein Push wird im Content-Fenster des Browsers mit seinem eindeutigen GerĂ€tenamen angezeigt. Falls weitere Push-Einheiten in Reichweite sind, werden diese ebenfalls angezeigt. Solltest du mehrere GerĂ€te besitzen, lĂ€sst sich der jeweilige Name „Push xxx-xxx“ unter dem Status-Tab im Setup-MenĂŒ von Push finden, womit du ĂŒberprĂŒfen kannst, welche Einheit du mit Live koppelst. Klicke auf Connect, um Push mit Live zu verbinden.

Mit Push verbinden, um Dateien zu ĂŒbertragen.

Push zeigt jetzt einen sechsstelligen Code an; gib diesen im Dialogfeld von Live ein und setze mit OK den Koppelungsvorgang fort.

Sobald du Push erfolgreich mit Live gekoppelt hast, erscheinen in Lives Browser alle deine Projekt-Ordner, die du im Standalone-Modus oder in der User-Library von Push gespeichert hast.

Push-Projektordner im Browser.

So lange Push mit Live gekoppelt ist, kannst du alle neuen oder im Standalone-Modus geĂ€nderten Sets in Lives Browser sehen. Verlasse hierfĂŒr das Push-Symbol unter Orte und gehe dann wieder zurĂŒck, um die Dateiliste zu aktualisieren.

Du kannst die Koppelung von Push und deinem Computer aufheben, indem du per Rechtsklick auf das Push-Symbol unter Orte gehst und Trennen auswÀhlst.

Weitere Informationen zur Koppelung zwischen Push und Live finden sich im Push-Handbuch.

Beachte bitte, dass das Push-Label standardmĂ€ĂŸig in der Browser-Seitenleiste angezeigt wird. Das Label lĂ€sst sich aber auch ausblenden, indem du die Option “Push anzeigen” in Lives Einstellungen unter Library auf Aus stellst.

Die Option Push anzeigen in Lives Einstellungen.

4.7.5 User Library

In der User-Library werden alle von dir erstellten Presets, Standardeinstellungen, Live-Clips, Template-Sets usw. gespeichert. Da die User-Library einen eigenen Speicherort hat (getrennt von anderen installierten Inhalten), kann sie leicht gesichert oder von verschiedenen Live-Installationen und Computern gemeinsam genutzt werden.

StandardmĂ€ĂŸig wird die User-Library bei der Erstinstallation von Live an folgendem Ort angelegt:

  • Windows: \Users\<username>\Documents\Ableton\User Library
  • Mac: Macintosh HD/Users/<username>/Music/Ableton/User Library

Du kannst mit der Option “User-Library-Ordner” in den Einstellungen unter Library einen anderen Speicherort fĂŒr die User-Library bestimmen.

Zu Beginn ist die User-Library weitgehend leer; sie enthĂ€lt nur eine Reihe von Standardordnern: Clips, Defaults, Grooves, Presets und Samples. Du kannst deine eigenen Ordner und Unterordner hinzufĂŒgen und bei Bedarf die Standardordner entfernen.

Ordner in der User-Library.

Dateien, die du in der User-Library speicherst, sind auch unter den jeweils passenden Kategorien-Labels verfĂŒgbar.

4.7.5.1 ABL Assets

Aktivierst du Ableton Cloud und synchronisierst Sets aus Move oder Note, werden die Bestandteile, die zu diesen Sets gehören, im Ordner ABL Assets gespeichert.

4.7.5.2 Akkord-BĂ€nke

Der Ordner AkkordbĂ€nke enthĂ€lt alle AkkordbĂ€nke, die du fĂŒr die Verwendung mit dem MIDI-Tool Stacks gespeichert oder erstellt hast.

4.7.5.3 Der Ordner Clips

Live-Clips werden im Ordner Clips gespeichert. Du kannst jeden Clip zum Speichern in den Ordner ziehen.

Speicherst du einen MIDI-Clip, sind darin MIDI-Daten (z.B. Noten und Automation) sowie alle GerÀteeinstellungen enthalten.

Beim Speichern eines Audioclips oder eines MIDI-Clips mit einem Device, das Audiosamples referenziert (z.B. Drum-Rack, Sampler usw.), werden die entsprechenden Samples ebenfalls mit dem Clip gespeichert. Dies geschieht automatisch, wenn in den Einstellungen unter Library das Browser-Verhalten bezĂŒglich “Dateien beim Export sammeln” auf Immer gesetzt ist, was die Standardeinstellung ist.

4.7.5.4 Der Defaults-Ordner (Standard-Presets)

Der Ordner Defaults enthĂ€lt deine gespeicherten Standardeinstellungen fĂŒr Spuren, Devices, Effekte, Optionen zum Slicen auf MIDI-Spuren und mehr. Standard-Presets ermöglichen, bei jedem Laden eines Devices bestimmte GerĂ€teeinstellungen abzurufen.

Weitere Informationen zum Speichern und Verwenden von Standard-Presets finden sich im Abschnitt Standard-Presets.

Eine Übersicht ĂŒber alle möglichen Standardeinstellungen in Live findet sich im Artikel Standardeinstellungen verwenden in unserer Knowledge Base.

4.7.5.5 Der Ordner Grooves

Im Grooves-Ordner werden benutzerdefinierte Groove-Dateien gespeichert.

Um neue Grooves zu erzeugen, können die notwendigen Timing-und LautstĂ€rke-Informationen aus beliebigen Audio- oder MIDI-Clips extrahiert werden. Ziehe hierfĂŒr einfach den Clip in den Groove-Pool oder fĂŒhre den Befehl Groove extrahieren im KontextmenĂŒ des Clips aus.

Weitere Einzelheiten zur Funktionsweise von Grooves in Live finden sich im Kapitel Grooves anwenden.

4.7.5.6 Der Presets-Ordner

Der Ordner Presets enthÀlt deine gespeicherten Instrument-, Max-for-Live-, MIDI- und Audioeffekt-Presets.

Wie beim Speichern von Clips werden auch alle im Preset enthaltenen referenzierten Audio-Samples gespeichert.

Weitere Informationen zum Speichern von Device-Presets finden sich im Abschnitt Presets speichern des Kapitels Das Arbeiten mit Instrumenten und Effekten.

4.7.5.7 Der Samples-Ordner

Alle referenzierten Samples von gespeicherten Presets, Spuren usw. werden im Ordner Samples gespeichert.

Sobald Samples gesichert werden, wird abhĂ€ngig von ihrer Quelle ein separater Ordner fĂŒr aufgenommene oder bearbeitete Samples erstellt.

4.7.5.8 Der Ordner Templates

Gespeicherte Template-Sets sowie alle benutzerdefinierten Standard-Live-Sets werden im Ordner Templates gespeichert.

Weitere Informationen zur Verwendung von Templates finden sich im Abschnitt Template-Sets des Kapitels Dateien und Sets verwalten.

4.7.5.9 Dateien in der User-Library verwalten

Mit dem Datei-MenĂŒbefehl “Dateien verwalten” kannst du dir per Klick auf die SchaltflĂ€che User-Library verwalten in der Hilfe-Ansicht einen Überblick ĂŒber deine User-Library verschaffen, einschließlich ihres Inhalts sowie fehlender oder externer Dateien.

Verwalte die User-Library in der Hilfe-Ansicht.

4.7.6 Aktuelles Projekt

Das Label Aktuelles Projekt enthÀlt alle Dateien, die im aktuell geladenen Projekt enthalten sind.

Ein erweitertes Live-Set unter dem Label Aktuelles Projekt.

Du kannst auf alle Spuren im Set (einschließlich Clips und Devices), die Return- und Main-Spuren sowie alle geladenen Grooves zugreifen.

Wurde ein Projekt mindestens zweimal gespeichert, erscheint unter dem Label Aktuelles Projekt ein Sicherungsordner.

Backup-Sets unter dem Label Aktuelles Projekt.

Dieser Ordner enthĂ€lt die zehn zuletzt gespeicherten Versionen des Sets. Backup-Sets lassen sich anhand des Zeitstempels in Klammern neben dem Set-Namen identifizieren. Live löscht automatisch das Ă€lteste Backup-Set, sobald mehr als zehn Backups erreicht sind. Gelöschte Sicherungen werden in den MĂŒlleimer verschoben.

Diese Funktion ist dann besonders hilfreich, wenn du versehentlich eine Projektdatei ĂŒberschrieben hast oder auf eine frĂŒhere Version des Live-Sets zugreifen möchtest.

Wenn du an einem noch nicht gesicherten Live-Set arbeitest, bezieht sich das aktuelle Projekt auf einen temporÀren Speicherort.

Du kannst mit der rechten Maustaste auf das Label Aktuelles Projekt klicken und Im Explorer (Win) / Finder (Mac) zeigen auswÀhlen, um den Speicherort des Projektordners auf deinem Computer zu öffnen.

Im Abschnitt Live-Projekte des Kapitels Dateien und Sets verwalten finden sich ausfĂŒhrliche Informationen darĂŒber, wie Projektordner und Sets in Live funktionieren.

4.7.7 Eigene User-Ordner

Lives Browser ermöglicht dir, mit deinen kreativen Werkzeugen zu arbeiten, ganz gleich wo diese auf deinem Rechner installiert sind. Dies erlaubt dir zum Beispiel das Verteilen von sehr großen Sample-Libraries auf einer oder mehreren externen Festplatte(n), wobei der Browser trotzdem zusammen auf ihre Inhalte zugreifen kann - es ist somit nicht mehr notwendig, Dateien an einem zentralen Speicherort abzulegen.

Um in Live mit deinen eigenen Ordnern zu arbeiten, musst du sie zuerst zum Browser hinzufĂŒgen, entweder durch Ziehen aus dem Explorer (Win) / Finder (Mac) in die Orte-Sektion, oder durch Klick auf die SchaltflĂ€che Ordner hinzufĂŒgen in der Seitenleiste des Browsers.

Die Option Ordner hinzufĂŒgen.

Nachdem Sie einen User-Ordner hinzugefĂŒgt haben, scannt Live diesen Ordner, wodurch der Browser seinen gesamten Inhalt "kennenlernt". Wie lange der Scan-Vorgang dauert, hĂ€ngt von der Anzahl der im Ordner enthaltenen Dateien und Unterordner ab. Ein sich drehendes Rad neben dem Label Orte zeigt an, dass der Scan-Vorgang noch nicht abgeschlossen ist. Danach sind die Dateien in diesem Ordner unter Orte zugĂ€nglich.

Durch HinzufĂŒgen eines User-Ordners wird der Ordner nicht an einen neuen Ort verschoben, sondern einfach nur in Lives Browser verfĂŒgbar gemacht. Wenn du deine Festplatten mit dem Explorer (Win) / Finder (Mac) umorganisierst, kann Live deine User-Ordner evtl. nicht mehr finden, falls sie verschoben wurden. Wenn sich ein User-Ordner auf einer externen Festplatte befindet und Live geöffnet wird, ohne dass das Laufwerk angeschlossen ist, wird der Ordner nicht gefunden.

Live zeigt einen nicht aufgefundenen User-Ordner weiterhin im Browser an, jedoch mit ausgegrautem Namen. Du kannst probieren, ihn durch den KontextmenĂŒ-Befehl Ordner suchen wiederzufinden, oder mit dem Befehl Aus Seitenleiste entfernen Live anweisen, diesen Ordner zu “vergessen”. Du kannst diesen Befehl auch zum Entfernen von existierenden Ordnern verwenden, mit denen du in Zukunft einfach nicht mehr arbeiten möchtest.

Hinweis: FĂŒge unter Orte nur einzelne Inhaltsordner und nicht ganze Festplatten hinzu. Ganze Festplatten oder sehr große Ordner können den Indizierungsprozess verlangsamen, oder die Inhalte mĂŒssen bei jedem Start von Live neu indiziert werden.

4.9 Dateien vorhören

Mit Live kannst du Samples, Clips und Instrument-Presets direkt im Browser vorhören. So kannst du einen Eindruck davon gewinnen, wie ein neues Element klingt, bevor du es deinem Set hinzufĂŒgst.

Um das Vorhören einzuschalten, aktiviere den Vorhör-Schalter neben dem Vorhör-Bereich, der sich unten im Browser befindet.

Der Vorhör-Schalter.

Sofern aktiviert, kannst du eine Datei im Browser vorhören, wenn du sie auswÀhlst. Verwende die Pfeiltasten hoch/runter, um zwischen den Dateien und ihrer Audiovorschau zu wechseln.

Du kannst Dateien auch bei ausgeschalteter Vorhör-Funktion probehören, indem du bei ausgewĂ€hltem Browsereintrag ShiftEnter eingibst oder die Pfeiltaste Rechts drĂŒckst.

WÀhrend des Vorhörens der Datei wird im Vorschau-Bereich eine Wellenform angezeigt. Klicke in die Wellenform-Darstellung, um mit der Wiedergabe zu diesem Punkt zu springen. Beachten Sie, dass das Scrubben von Clips in der Wellenform-Darstellung nicht möglich ist, wenn sie mit deaktivierter Warp-Option gespeichert worden sind.

Der Scrub-Bereich der Vorschau.

StandardmĂ€ĂŸig ist der Raw-Button deaktiviert, sodass Live bei laufendem Transport Dateien mit Beginn des nĂ€chsten Taktes vorhören kann. So bekommst du eine Vorstellung davon, wie der Sound ins aktuelle Projekt passt. Aktiviere Raw, um Dateien in ihrem Originaltempo vorzuhören. Die Audiovorschau lĂ€uft im Loop, wenn Raw deaktiviert ist und ohne Loop, wenn Raw aktiviert ist.

Beachte bitte, dass das Scrubben bei aktivierter Raw-Funktion nicht möglich ist.

Die LautstÀrke der Audiovorschau lÀsst sich mit dem Vorhör-LautstÀrkeregler der Main-Spur anpassen.

Der Vorhör-LautstÀrkeregler.

Hast du ein Audio-Interface mit mindestens vier EinzelausgĂ€ngen (oder zwei individuellen StereoausgĂ€ngen), kannst du an einem Ausgangspaar ĂŒber Kopfhörer Dateien vorhören oder als Cue verwenden, wĂ€hrend die Musik ĂŒber die Main-AusgĂ€nge weiterlĂ€uft. Lies den Abschnitt Solo schalten und Vorhören im Kapitel Mixing, um zu erfahren, wie sich Live fĂŒr das Cueing einrichten lĂ€sst.

4.10 Hot-Swap-Modus

Mit dem Hot-Swap-Modus kannst du Sounds schnell ĂŒber den Browser vorhören und austauschen. Wechsle in den Hot-Swap-Modus mit der Taste Q oder klicke auf die Hot-Swap-SchaltflĂ€che eines Devices.

Die Hot-Swap-SchaltflÀche in einem Instrument-Rack.

Ist der Hot-Swap-Modus aktiviert, wird eine temporÀre Verbindung zwischen dem Browser und dem ausgewÀhlten Spur-Device hergestellt. So kannst du direkt im Browser auf andere Devices zugreifen und sie vorhören.

Navigiere mit den Pfeiltasten hoch/runter durch die Elemente des Browsers und höre die Audiovorschau der ausgewÀhlten Elemente ab. Findest du einen neuen Sound, der dir zusagt, lade mit Enter das entsprechende Device anstelle des aktuellen in die Spur.

Ergebnisse im Hot-Swap-Modus fĂŒr ein Drift-Preset.

Bei Devices, die Samples verwenden, wie etwa Simpler, Drum Rack, Sampler und Impulse, lĂ€sst sich das gesamte GerĂ€te-Preset mithilfe der Hot-Swap-SchaltflĂ€che in der Titelleiste des Presets austauschen. Außerdem kannst du die einzelnen Samples mithilfe der Hot-Swap-Buttons an folgenden Stellen austauschen:

  • Simpler - unten rechts im Sample-Display.
  • Drum Rack - auf jedem Drum-Rack-Pad.
  • Sampler - oben links im Zonen-Editor, wenn dieser ausgeklappt ist.
  • Impulse - auf jedem Sample-Slot.
Ergebnisse im Hot-Swap-Modus fĂŒr ein Drum-Rack-Pad.

Verlasse den Hot-Swap-Modus mit der Taste Q, mit Klick auf den X-Button im Content-Fenster des Browsers oder auf den Hot-Swap-Button des Devices.

4.11 Dem Live-Set Browser-Inhalte hinzufĂŒgen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einem Live-Set Browser-Inhalte hinzuzufĂŒgen:

  • Elemente können aus dem Browser in Spuren der Session- oder Arrangement-Ansicht gezogen werden. Das Ziehen und Loslassen von Browser-Inhalten auf die freie FlĂ€che rechts neben den Session-Spuren bzw. unter den Arrangement-Spuren erzeugt eine neue Spur und platziert das neue Element dort.
  • In der Session-Ansicht lĂ€dt ein Doppelklick oder DrĂŒcken von Enter auf ein Device im Browser es in die aktuell ausgewĂ€hlte Spur. Analog dazu lĂ€dt ein Doppelklick oder DrĂŒcken von Enter auf ein Sample es in die aktuell ausgewĂ€hlte Spur. Samples werden bei MIDI-Spuren in ein Simpler-Device und bei Audiospuren in einen Clip-Slot geladen.
  • In der Arrangement-Ansicht lĂ€dt ein Doppelklick oder DrĂŒcken von Enter auf ein Device oder Sample im Browser das Element in die aktuell ausgewĂ€hlte Spur.
  • Dateien können auch direkt aus dem Explorer (Win) / Finder (Mac) in Live gezogen werden.